Heilpflanzen und Überlebenskünstler

Kaum eine Pflanze verbinden wir so fest mit den Worten “Süden” und meistens auch noch “Urlaub” wie die Palme. Palmen mögen Kälte zwar nicht besonders und sind so eher in sanften Klimazonen anzutreffen, doch es gibt auch winterharte Formen. Generell bilden sie eine sehr vielfältige Pflanzenfamilie, die sich über alle Kontinente verbreitet hat. In Amerika hat sie auch Regionen erobert, die nicht ihr Lieblingsklima bieten.

Von Kalifornien bis Chile

Während in Europa die Palmen erst ab 44 Grad nördlicher Breite in Südfrankreich überleben, prägt in Amerika die Zwergpalmettopalme schon ab dem 36. Breitengrad die Landschaft. In Südamerika dringt die Honigpalme bis zu 35 Grad südlicher Breite vor. Der Riese mit dem grauen, säulenartigen Stamm kann bis zu 30 Metern hoch werden und überlebt Temperaturen bis zu 15 Grad unter Null. Der Name hält, was er verspricht: Die Palme führt einen zuckrigen Saft, der unter Anderem zu Palmwein verarbeitet werden kann. Die Früchte sind Grundlage für Süßigkeiten – allerdings muss der Gärtner mindestens 60 Jahre Geduld haben, bis er das erste Mal ernten kann.

Härter im Nehmen der Kälte ist da gerade noch die Nadelpalme. Sie schüttelt auch Temperaturen von -22 Grad noch ab. Trotzdem ist ihr natürliches Verbreitungsgebiet nur der Süden der USA (Alabama, Florida, südliches Georgia und Mississippi). Wegen ihrer Winterhärte und ihrer praktischen Größe (der Stamm wird selten länger als ein Meter) ist sie aber als Zierpflanze bis in den Bundesstaat Washington beliebt. Interessante Früchte trägt sie nicht, da gibt es ganz andere Wundertäter unter den Palmenpflanzen:

Die Palme als Heilpflanze

Die Sägepalme ist da eine der bekannteren Palmenarten, die zu gesundheitlichen Zwecken genutzt wird. Zum einen werden die Früchte im Südosten der USA beheimateten Serenoa repens als Hausmittelchen gegen “männliche” Unterleibs-Beschwerden verwendet. Bei Harnblasenschwäche, aber auch Prosthatakrebs sollen sie helfen. Bei den Ureinwohnern fand die Sägepalme Anwendung als Essenzusatz und als Medizin.

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